Adipositas

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Adipositas wird als eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen betrachtet.
Obwohl Übergewicht und Adipositas bereits seit mehreren Jahrzehnten als gesundheitlicher Risikofaktor bekannt sind, ist es umso erstaunlicher,
dass die Zahl übergewichtiger und adipöser Personen in den westlichen Industrienationen stetig wächst.
Auch Heranwachsende leiden immer häufiger an Übergewicht und Adipositas, wobei die Altersgruppe der Jugendlichen besonders stark betroffen ist.

Die fortschreitende körperliche Inaktivität sei als Ursache für Fehl- und Überernährung in den westlichen Industrienationen angeführt. Die körperliche Inaktivität wird durch die zunehmende Technisierung von Alltags- und Freizeitaktivitäten begünstigt.

Der Ausübung sportlicher Aktivitäten wird ein hohes Potential zur Behandlung und Vorbeugung von Adipositas beigemessen.

Übergewicht ist durch die Erhöhung des körperhöhenbezogenen Körpergewichts gekennzeichnet (Kromeyer-Hauschild, 2005; Wirth, 2000). Die Gewichtszunahme ist oftmals auf einen erhöhten Körperfettanteil zurückzuführen. Dies gilt jedoch nicht zwingend.

Kraftsportler beispielsweise weisen ein erhöhtes Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße auf. Dies liegt jedoch an einer Zunahme des Muskelmasseanteils.
Laut BMI weisen diese Personen zwar ein Übergewicht auf, dieses ist jedoch nicht klinisch relevant.

Wenn der Anteil des Fettgewebes an der Gesamtkörpermasse über eine definierte Grenze kritisch erhöht ist“ (Kromeyer-Hauschild, 2005, S. 4) besteht eine Adipositas.

Sie geht einher mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko und ist im Gegensatz zum Körpergewichtsstatus des Übergewichts pathologischer Natur.
Laut deutscher Adipositas-Gesellschaft ist sie als gesundheitlicher Risikofaktor zu betrachten und “weniger als eigenständige Krankheit“ (Hebebrand et al., 2004).

Ebenso ist zwischen primärer und sekundärer Form der Adipositas zu unterscheiden.
Ist eine Adipositas auf Bewegungsmangel und Fehlernährung zurückzuführen spricht man von einer primären Adipositas.

Seltener ist Adipositas auf eine somatische Grunderkrankung, genetische oder chromosale Defekte oder auch die Einnahme adipogener Medikamente zurückzuführen.
In diesem Fall würde man von einer sekundären Adipositas sprechen.

Adipositas wird als besonders starke Ausprägungsform von Übergewicht definiert. Adipöse Personen sind grundsätzlich übergewichtig.

Wie bereits angesprochen hat sich der BMI (Body-Mass-Index) international als Stadieneinteilung bzw. Klassifizierung des Körpergewichtsstatus durchgesetzt.
Der BMI ist jedoch nur als grobes Maß zur Gewichtsbestimmung zu betrachten.
Die Erfassung des Körpergewichtsstatus wird zunehmend unter Einbezug der Körperfettbestimmung beworben.

Insbesondere die Hautfaltenmessung per Kaliper ist laut
Wirth (2000) „die am weitesten verbreitete Methode zur Bestimmung der Körperfettmasse“.

(Kaliper und weitere Instrumente zur Körperfettbestimmung finden Sie übrigens in unserem BMI-Shop.)

Die Zahl auf Basis der Referenzdaten von Kromeyer-Hauschild et al. (2001) der übergewichtigen Heranwachsenden ist zwischen den Jahren 1985 und 1999 um Besorgnis erregende 50% gestiegen.
Die Zahl adipöser Kinder und Jugendlicher liegt Ergebnissen des vom Robert Koch-Institut an mehr als 17 000 Kindern und Jugendlichen unter 17 Jahren durchgeführten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (Kurth & Schaffrath-Rosario, 2007)
zu Folge bei ca. 6%.
Vergleicht man dies mit den Daten von Kromeyer-Hauschild et al. (2001) liegt eine Verdopplung dar.

Übergewicht und Adipositas sowie der durchschnittliche Körperfettanteil fällt bei Heranwachsenden aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status sowie mit Migrationshintergrund wesentlich höher aus (Kurth & Schaffrath Rosario,
2007).
Zudem wurde festgestellt: „Adipöse Eltern transmittieren relevante Genotypen an ihre Nachkommen, gleichzeitig tradieren sie prädisponierende Verhaltensweisen“ (Korsten-Reck, 2001, S. 11).
Essverhaltensweisen und die Selbstregulation der Nahrungszufuhr werden bereits im Kleinkindalter zu großem Teil durch die Verhaltensmuster der Eltern beeinflusst (Lindel, 2002; Lindsay et al., 2007).

Nutzen Sie unseren eigens für Sie entwickelten BMI-Rechner um zu erfahren, ob auch Ihr Körpergewichtsstatus im adipösen Bereich liegt.
Zur genaueren Bestimmung können Sie in unserem BMI-Shop Geräte und Instrumente zur Körperfettbestimmung erwerben.

Bitte beachten Sie, dass es sich beim errechneten BMI immer um einen groben Richtwert handelt.
Zur genauen und professionellen Bestimmung Ihres Körpergewichtsstatus sollten Sie einen Arzt aufsuchen.